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Bebauungsplan Weiler Weg

GEMEINDERATSSITZUNG AM 13. MAI 2005-05

Download: Weiler Weg.pdf (13kB)GEMEINDERATSSITZUNG AM 13. MAI 2005-05

 

 

Weshalb überhaupt ein Verkehrskonzept?

Eine der wesentlichen Problemstellungen war die Frage, wie wir es hinkriegen könnten, die Attraktivität der Innenstadt zu steigern. Unattraktiv ist unsere Innenstadt v.a. durch ein recht hohes Aufkommen an Lkw-Verkehr.

Nach den umfangreichen Untersuchungen des Büro Kölz ist das Hauptproblem in Schwaigern nicht der Durchgangsverkehr, sondern in erster Linie der Ziel- und Quellverkehr, anders ausgedrückt ein Schwaigern-internes, hausgemachtes Problem.

Das führt bereits zu einer wichtigen Schlussfolgerung: große Umgehungslösungen können dieses Problem nicht lösen!

Verschiedene Lösungsansätze wurden in den vergangenen Jahren diskutiert, Vieles wurde überlegt und wieder verworfen.

Vom allerersten Konzept, nämlich der kompletten Schließung der beiden Bahnübergänge ist nur die Schließung eines BÜ (Weiler Weg) übriggeblieben. Ebenso die Unterquerung der Bahnlinie im Bereich des Bahnhofs.

Der andere stark frequentierte BÜ an de Neipperger Str. soll offen bleiben. Damit ist jedoch die Beruhigung des Bahnhofsvorplatzes und eine mögliche Verlängerung der Fußgängerzone bis dorthin als attraktives und fußgängerfreundliches Eingangstor zur Stadt ebenfalls hinfällig geworden.

Im Zuge weiterer Diskussionen und massiver Kritik an dem Untertunnelungsvorhaben kam dann auch ein Gedanke wieder aus der Kiste, der bisher verworfen worden war: die Verlängerung des Weiler Wegs bis zur Stettener Straße.

Diese Verlängerung des W.W. etwa ab Höhe Bahnhof bis zur Stettener Straße ist inzwischen zum Hauptthema unseres Verkehrskonzeptes geworden. Offensichtlich aus der Erkenntnis heraus, dass diese Trasse diejenige ist, die am Schnellsten zu verwirklichen wäre.

Nach den Verkehrsuntersuchungen des Büro Kölz, das anfangs der ganzen Überlegungen die Verlängerung des W. W. in ihren Auswirkungen auch mit untersucht hat, kam klar und deutlich zum Ausdruck:

Für die Entlastung der Innenstadt ist dieser Ausbau absolut irrelevant und Herr Kölz hat damals auch dringend empfohlen, darauf zu verzichten.

Anders ausgedrückt: die dadurch entstehenden Kosten stehen in keinem Verhältnis zu dem zu erwarteten  Nutzen und stellen zudem einen unnötigen Landverbrauch dar.

Im Febr. 2002 ist dann vom Büro Kölz her zu vernehmen:

 

„Der Ausbau des W. W. von der Heilbronner Str. bis zur Stettener Str. wird zur Erschließung des Wohngebietes als 1. Realisierungsschritt empfohlen.

Diese Trassenlinie ist darüber hinaus ein wichtiges Element zur Lenkung von Schwerlastverkehren des GG“Behaglicher Weg“ zur B 293/A 6 unter Vermeidung der Stadtmitte.

Die künftige Lenkung des Schwerlastverkehrs über den W. W. kann nur in einem engen Zusammenhang mit einer Realisierung der südlichen Umfahrung des Stadtteils Stetten gesehen werden.“ (Textliche Erläuterungen, 6. Schlussfolgerungen, Büro Kölz).

 

Wie Herr Kölz zu diesem Meinungsumschwung kam, ist er uns bis heute schuldig geblieben.

 

Ist uns eigentlich klar was wir hier anstreben?

In Stetten wird eine echte Ortsumfahrung geplant (Anm.: über die Notwendigkeit dar diskutiert werden. V.a. neuerdings wieder vor dem Hintergrund, dass die Mülldeponie in Stetten geschlossen wird, so dass die Belastung durch Müllfahrzeuge, die bisher quasi halblegal, in jedem Fall gegen ausdrückliche Anordnung des LRAs die Stettener Straße und die OD Stetten benutzt haben. Sicher ist jedenfalls, dass dieses Projekt im Zusammenhang des Schwaigerner Verkehrskonzepts nie ein Thema war)

Und in Schwaigern machen wir nichts anderes, als dass wir den Verkehr von der einen Seite der Bahnlinie teilweise auf die andere Seite hinüberlegen und dass wir den Verkehr aus der Ortsmitte ebenfalls nur teilweise auf die Zeppelinstraße hinüberlegen.

Vor welchen Karren lassen wir uns eigentlich spannen!

Betrachten wir einmal den größeren, überörtlichen Zusammenhang.

Der Lkw-Verkehr soll über den W. W. die Bundesstraße oder die Autobahn ansteuern und dies in der Funktion einer (weiterhin) Ortsdurchfahrt.

In einigen der Unterlagen ist ja auch fälschlicherweise die Rede von einer Ortsumfahrung. Dies wird im Zusammenhang des geplanten Neubaugebietes nur eine andere Art einer OD.

Wo, so frage ich mich, liegt bei diesen millionenschweren Projekten denn eigentlich der Fortschritt und damit meine ich eben auch eine Verbesserung der augenblicklichen Zustände.

Eine neue, gut ausgebaute Straße wird den Verkehr anziehen und genausosgut wie man über diese Straße (W. W.) die Autobahn ansteuern kann, kann man auch von der Autobahn her kommen.

Dass der Lkw-Verkehr durch Schwaigern hindurch – und dies ist i.d.R,. der Verkehr, der unser GG zum Ziel hat, eine Belastung und Belästigung darstellt, wurde in allen Untersuchungen deutlich.

Der Wohnwert im Bereich der jetzigen OD könnte deutlich verbessert werden, wenn der Schwerlastverkehr aus der Stadt verbannt wäre.

Was tun wir?

2 x soll eine Kreisstraße verlegt werden (K 2152 Mb Str.-Uhlandstr. Marktpl.-Heilbronner Str.) und K 2160 Stettener Str. und im Endergebnis hätten wir mehr Verkehr in der Stadt als jemals zuvor.

Für mich alles andere als überzeugend!

Was wäre zu tun?

Bei den bisherigen Beratungen zu diesem Thema habe ich immer wieder folgende Maßnahmen ins Gespräch gebracht:

1.Die OD in Schwaigern werden für den Lkw-Verkehr gesperrt.

2.Der Lkw-Verkehr wird ebenfalls umgelenkt: Vom GG Behagl. Weg zur B 293 Anschlussstelle Schluchtern. Von dort aus gibt es zwei Varianten um günstig zur Autobahn zu kommen.

3.Eine Untertunnelung wird nur für den Pkw-Verkehr gebaut. Da de BÜ offen bleibt können Lkws und landw. Zugmaschinen diesen weiterhin ungehindert nutzen. Ebenfall der innerörtliche Lkw-Anliefer-Verkehr.

4.Die Erschließung der Wohngebiete kann zusätzlich zum östl. W W über die äußere Neipperger Str. erfolgen.

5.Das Ergebnis des städtebaulichen Wettbewerbs wird so umgesetzt, dass der östl. WW(die teilw. Verlegung der OD) tiefergelegt wird, so wie das im Städtebaulichen Wettbewerb dargestellt ist.

6.Die Überdeckelung eines Teilbereiches stellt einen harmonischen Übergang des neuen Baugebietes zum Bahnhofsbereich dar.

7.Fußgänger und Radfahrer (in Schwaigern bisher benachteiligte Verkehrsteilnehmer) können leicht die Schienen überqueren und haben so einen bequemen, attraktiven Zugang Richtung Zentrum.

 

Die Vorteile dieser Lösung liegen auf der Hand:

-so gelingt eine Verkehrsberuhigung, die diesen Namen verdient

-Bevölkerung akzeptiert eine Verlagerung und gerechtere Verteilung des Verkehrs, nicht akzeptiert wird, wenn nur verlagert wird, die Misere als solche jedoch nicht beseitigt ist

-Die Kosten für Bau und Grunderwerb reduzieren sich deutlich

-Der Landschaftsverbrauch ist minimal

-Eingriffe in Natur und Landschaft sind zu vernachlässigen

-Die jetzigen Anwohner des WW können sich nur noch über neue Nachbarn freuen

-Lärmschutzmaßnahmen entfallen

 

Helmut Mayer

 

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